Mürner, Iréne: Eigerduell

 

 

 

 

 

 

 

Gmeiner Verlag

288 Seiten

ISBN: 978-3-8392-8052-2

CHF 23.50

Nun ist es da, das neue Buch von Irène Mürner. „Eigerduell“ ist der dritte Kriminalroman, in dem die aufmüpfige Megan Jäger ermittelt.

Auch deren Tante Ida – eine pensionierte Diplomatin –  weiss über die Kriminalfälle der Polizistin mit schweiz-kenianischem Hintergrund Bescheid.

Natürlich unter strengster Schweigepflicht.

 

Die selbstsichere – wenn nicht schon etwas arrogante  –  Speed-Bergsteigerin Arielle von Känel will den Eigernordwandrekord brechen. Den Rekord hielt bis jetzt Victoria Adler, die über diese Ankündigung natürlich nicht gerade erfreut ist. Einige Tage,  bevor Arielle in die Wand steigen will, wird sie tot am Niesen aufgefunden. Hatte da jemand seine Finger im Spiel und wenn ja, wer? Sofort wird Victoria Adler zur Hauptverdächtigen. Doch ist sie als Mutter eines Kleinkindes wirklich zu seiner solchen Tat fähig? Oder war es vielleicht doch der zukünftige Ehemann von Arielle, der sie mit einem speziellen Ultimatum unter Druck gesetzt hatte? Das alles hat Megan herauszufinden. Was nicht ganz einfach ist, wenn das Opfer einen so  grossen Bekanntheitsgrad hatte, dass die ganze Schweiz unter Verdacht stehen könnte. Als nur wenige Wochen später eine zweite Leiche am Spiezer Hausberg entdeckt wird, spitzt sich die Lage noch mehr zu. Doch kann das zweite Opfer vielleicht sogar beim Entlarven des Täters helfen?

 

Ein absolut herrlicher Krimi auch für weniger geübte Krimileser*innen wie mich. Die einzigartigen Charaktere will man von der ersten Seite an direkt unter die Lupe nehmen. Ausserdem ist es Irène Mürner gelungen, mit dem Handlungsort Grindelwald ein Heimatgefühl in mir zu wecken. Das Buch zeigt auf, wie schwierig es ist, Kind und Spitzensport unter einen Hut zu bringen. Und mit welchen Vorurteilen Frauen wie Arielle und Victoria zu kämpfen haben.

 

Den Krimi empfehle ich all jenen, die gerne regionale Krimis lesen oder auch einfach Mal wieder einen Wohlfühlkrimi nötig haben.

 

Buchbesprechung von Melanie Brunner